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Skitour

Venter Skirunde im UZS, Variante Etappe 1: Gipfel-Umwege: Vorderer Seelenkogel oder Eiskögele

Skitour · Ötztaler Alpen
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DAV Sektion Berlin Verifizierter Partner 
  • Obergurgl:  winterlicher Blick auf den morgendlichen Schalfkogel
    / Obergurgl: winterlicher Blick auf den morgendlichen Schalfkogel
    Foto: Stefan Herbke, DAV Sektion Berlin
  • / Schönwieshütte mit Blick ins Rotmoostal
    Foto: Sven Goldhahn, DAV Sektion Berlin
  • / Schönwieshütte Ötztal 2.270m
    Foto: Sven Goldhahn, DAV Sektion Berlin
  • / Langtalereckhütte Anfang Mai 2013
    Foto: Mario Zott, DAV Sektion Berlin
  • / Fensterfront, westseitig
    Foto: Mario Zott, alpenvereinaktiv.com
  • / Die gemütliche Stube der Langtalereckhütte.
    Foto: Mario Zott, alpenvereinaktiv.com
m 3500 3000 2500 2000 1500 10 8 6 4 2 km Eiskögele Eiskögele Langtalereckhütte Schönwieshütte

Die Variante, vor dem Zustieg zur Langtalereckhütte noch den Vorderen Seelenkogel zu besteigen, bietet sich an, wenn man früh dran ist. Belohnt wird man mit einem herrlichen Ausblick von einem Dreitausender im Gurgler Kamm. Sichere Verhältnisse sind aber Bedingung, sonst empfielt sich die Alternative über das Eiskögele.
schwer
11,4 km
4:00 h
1400 hm
857 hm
Profilbild von Ingram Haase
Autor
Ingram Haase 
Aktualisierung: 28.05.2015

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Vorderer Seelenkogel, 3290 m
Tiefster Punkt
Obergurgl, 1907 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Mitunter Lawinengefahr. Besonders gefährlich ist der Steilhang aus dem Rotmoostal, der Übergang zum Grat und die kurze Steilstufe vom Vorderen Seelenkogel auf den Seelenferner. Diese erfordern unbedingt sichere Lawinenverhältnisse! Skitechnisch ist letztere Passage ebenfalls eine Herausforderung.

Geringfügig weniger heikel ist die Alternative über das Eiskögele, allerdings erfordern auch hier die steilen Hänge auf beiden Seiten sichere Verhältnisse.

Weitere Infos und Links

Langtalereckhütte (2450 m, DAV-Sektion Karlsruhe), Winteröffnung Mitte Februar bis Mitte Mai, Telefon +43/664/5268655

Die angegebenen Kilometer der Tour beziehen sich auf die Länge des GPS-Tracks. Durch Spitzkehren, Schwünge und Umwege ist die tatsächliche Entfernung ca. 30 - 50 % größer.

Start

Obergurgl (Haltestelle Zentrum) (1912 m)
Koordinaten:
DG
46.870406, 11.027039
GMS
46°52'13.5"N 11°01'37.3"E
UTM
32T 654477 5192757
w3w 
///anfing.bargeld.merkt

Ziel

Langtalereckhütte

Wegbeschreibung

Bis zur Brücke kurz vor der Schönwieshütte wie in Etappe 1 beschrieben.

Gleich nach der Brücke nach links und der Rotmoosache folgen. Sobald die Felswände des Hangerers etwas zurückweichen, erreicht man einen steilen Nordosthang, den es in vielen Spitzkehren zu bezwingen gilt. Es folgt eine Rinne, die etwas weniger steil ist.

(Ab hier siehe auch Alternativgipfel Eiskögele.)

Auf einer Höhe von 2730 m wechselt man über eine Mittelmoräne zum Hangerersee. Oberhalb liegt das mittlere und größte Kar des Hangererferners, über den es aufzusteigen gilt. In etwa 3000 m Höhe hält man sich links und quert auf die vom Vorderen Seelenkogel ausgehende Rippe. Hierbei gilt es, zwischen mehreren Spaltenzonen einen gangbaren Weg zu finden. Auf dem östlichen Hangererferner quert man in südöstliche Richtung ansteigend, bis man die nach unten steil abfallende Ostwand des Vorderen Seelenkogels erreicht. Nur etwas weniger steil ist der Weg nach oben, bis man für die letzten Meter die Skier an den Rucksack schnallen muss, um auf dem nordnordöstlichen Grat den Gipfel (3286 m) zu erreichen.

Dieser wird überschritten und über den anfangs schmalen Südostgrat verlassen. Bei entsprechenden Verhältnissen kann auch nordöstlich des Grates abgefahren werden, um, sobald es flacher wird, auf den Rücken zu queren. In einer gut sichtbaren Scharte beginnt eine kurze, steile Rinne in das nördlichste Kar des südwestlich unterhalb gelegenen Seelenferners. Zu Fuß oder auf Skiern erreicht man diesen und fährt Richtung Westen eindrehend ab. Über den Gletscher und später der nördlichen Seitenmoräne entlang geht es steiler werdend in das Langtal. Wenn es die Lawinenlage an den steilen südwestlich exponierten Hängen erlaubt, wendet man sich nach Nordwesten und quert oberhalb der im Tal liegenden Brücke zum Hochwildehaus schräg abwärts zur Langtalereckhütte (2450 m).

Variante: Sicherer ist es, ganz ins Langtal abzufahren, flussabwärts zu ziehen und die Langtalereckhütte in einem kurzen Gegenanstieg (ca. 80 Höhenmeter) zu erreichen.

 

Alternativgipfel Eiskögele:

Der Übergang vom Vorderen Seelenkogel auf den Seelenferner ist nur bei sicheren Verhältnissen machbar. Stattdessen kann man den Übergang über das benachbarte Eiskögele (3233 m) wählen. Die Gipfelaussicht ist ebenfalls traumhaft und die Route ist etwas sicherer, fast ebenso reizvoll und spart noch dazu ca. 60 Höhenmeter sowie etwa eine halbe Stunde. Doch auch hier gibt es eine knifflige Stelle – die Überwindung der nordwestlich des Gipfels gelegenen Scharte.

Bis in die Höhe des Hangerersees auf 2730 m ist der Anstieg mit dem auf den Vorderen Seelenkogel identisch.

Jedoch bleibt man hier im westlichen Kar des Hangererferners und lässt den See links liegen. Nun geht es genau in Richtung Süden auf das Eiskögele zu, zum Schluss auf die zwischen Gipfel und Hochebenenkamm gelegene Scharte. Diese ist bei viel Schnee am besten auf der linken Seite zu überwinden, bei wenig Schnee nimmt man das auf der rechten Seite befestigte Fixseil. In jedem Fall ist sie sehr steil und bei Vereisung heikel. Oben dann auf dem Rücken zur Linken in Richtung Südosten – erst auf Skiern, dann zu Fuß. Schließlich führt ein ausgesetzter, schmaler Grat auf den geräumigen Gipfel mit dem charakteristischen Steinmann.

Hinunter geht es bis zur Scharte auf dem gleichen Weg, weiter abwärts nun aber auf der linken Seite in einer sehr steilen Abfahrt (bis 40 °). Durch das Kar des schwindenden Hochebenferners immer Richtung Westnordwesten abfahren, bis man erst kurz vor dem Ziel die Langtalereckhütte sieht.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Koordinaten

DG
46.870406, 11.027039
GMS
46°52'13.5"N 11°01'37.3"E
UTM
32T 654477 5192757
w3w 
///anfing.bargeld.merkt
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
11,4 km
Dauer
4:00h
Aufstieg
1400 hm
Abstieg
857 hm
Streckentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour

Statistik

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