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Urban Hiking Wien 0712: Auf den Spuren der NATURFREUNDE

· 2 Bewertungen · Stadtrundgang · Österreich
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  • November-Programm der NATURFREUNDE 1895 (Vereinssitz: Baume's Gasthaus, Lindengasse 1A)
    November-Programm der NATURFREUNDE 1895 (Vereinssitz: Baume's Gasthaus, Lindengasse 1A)
    Foto: Naturfreunde Österreich
m 240 220 200 180 12 10 8 6 4 2 km
Von Neubau auf die Schmelz und durchs Wiental zum Gatterhölzl begeben wir uns auf die Suche nach den NATURFREUNDEN, die in der Stadt Wien ihre Spuren hinterlassen haben.
mittel
Strecke 13,6 km
5:45 h
89 hm
77 hm
241 hm
182 hm
Auf unserer Stadtwanderung begegnen wir zahlreichen (ehemaligen) Gaststätten, wo der damals junge Tourismusverein Zuflucht fand, ehemaligen und aktuellen Vereinsheimen und zwei Gedenksteinen, die an die beiden großen Naturfreunde Alois Rohrauer, Gründer und erster Obmann des Vereins, und Leopold Happisch, Gründer und Herausgeber der Vereinszeitung, Obmann der Wiener Gruppe und erster Sekretär der NATURFREUNDE Internationale, erinnern. Und wir erwandern drei eher unbekannte Bezirke Wiens, die bis heute die Kehrseite der glanzvollen Kaiserresidenz zeigen, wo jene Menschen lebten, die Kraft ihrer Entschlossenheit aus den verrußten Vorstädten in die freie Natur und die Natur zur Freiheit drängten.

Autorentipp

Wer es gemütlich mag, kehrt unterwegs in einer der zahlreichen Kaffeehäuser, Gaststätten und Beisln von Wien ein. Gelegenheit gibt es an jeder Ecke.
Profilbild von Herbert Wagner
Autor
Herbert Wagner 
Aktualisierung: 15.04.2022
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Meiselmarkt, 241 m
Tiefster Punkt
Diefenbachgasse 36 | Ortnergasse, 182 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 51,19%Schotterweg 7,99%Naturweg 1,77%Straße 13,30%Unbekannt 25,73%
Asphalt
6,9 km
Schotterweg
1,1 km
Naturweg
0,2 km
Straße
1,8 km
Unbekannt
3,5 km
Höhenprofil anzeigen

Weitere Infos und Links

Städtische Wohnhausanlage Löhrgasse 26-28 (ehemals Karl-Marx-Straße 5): erbaut 1925/26, 75 Wohnungen (jetzt 68), Architekt: Karl Dirngruber (1889-1944[?]; am Bau von 5 Wohnhausanlagen des „Roten Wien“ beteiligt, Umgestaltung des Währinger Friedhofs zu einem Park, 1939 Emigration nach London). Die unbenannte Wohnhausanlage schließt einen an der Kreuzung Hütteldorfer Straße mit dem Gürtel liegenden Zinshausblock zur Löhrgasse hin ab. Mit einem erhöhten Eckbauteil schafft der Architekt einen Blickfang vom Märzpark auf das Gebäude. Während die Fassade dieses Eckbauteils bewegter gestaltet ist, regiert an der schlichten und ruhigen Front Löhrgasse, wo sich auch der Haupteingang befindet, die Formensprache der „Neuen Sachlichkeit“, die Strukturen nur durch die Gliederung der Baumassen und dem Spiel der Schatten schafft. Neben den Büroräumen der NATURFREUNDE gibt es zwei Geschäftslokale und mehrere Ateliers. Auf dem der Wohnhausanlage gegenüberliegenden Grundstück wird 1928 anstelle des aufgelösten Schmelzer Friedhofs der Märzpark angelegt – in Erinnerung an die 35 Toten der Märzrevolution 1848, die hier bestattet wurden.

Paul-Richter-Hof (Grimmgasse 32 und 36-38 / Dadlergasse 1-3 und 5-9): erbaut 1956-58 (Baublöcke Grimmgasse 36-38, Dadlergasse 5-9) und 1963/64 (Zubau Grimmgasse 32 / Dadlergasse 1-3); 91 Wohnungen (jetzt 89); Architekten: Rudolf Goder und Josef Angst. Gedenktafel für Paul Richter an der Seitenfront Grimmgasse. Die Wohnhausanlage liegt auf dem Gebiet des von Josef Christoph von Plankenau um 1700 errichteten Herrensitzes, einem schlossartigen Landhaus mit ausgedehntem Park zwischen der heutigen Schwendergasse, Dadlergasse und Braunhirschengasse. 1799 kauft Wenzel Franz Dadler den Besitz und ließ ihn parzellieren. Die Wohnhausanlage besteht aus vier in einer ersten Bauphase errichteten Baublöcken und einem wenige Jahre später errichteten Zubau, wobei die Gebäudehöhen das abfallende Gelände nachzeichnen. Die Gebäudeteile gruppieren sich hakenförmig um einen kleinen Straßenhof an der Dadlergasse sowie um einen großzügigen, sich auf die Grimmgasse öffnenden Straßenhof. Die dichte Gassenverbauung der Gründerzeit wurde so aufgelockert, die Baufläche dennoch gut genutzt. Die Fassaden entsprechen den architektonischen Tendenzen der 1950er-Jahre: es dominieren die glatt verputzten Wandflächen, als einziger Schmuck dienen Fensterfaschen. Architektonisch auffällig ist vor allem der die Anlage bestimmende Wohnturm. Der spätere Zubau wurde architektonisch weitestgehend angepasst, einzig die großzügige Verglasung der Stiegenhäuser weist diesen Bauteil als etwas jünger aus. Das Wandbild "Die drei Lebensalter" an der Fassade auf die Dadlergasse wurde von Rudolf Heinz Keppel (1905-1967) in den Jahren 1957-1958 geschaffen. Lebenszyklusbilder dieser Art nehmen einen nicht geringen Anteil innerhalb der allegorischen Kunstwerke an Gemeindebauten ein. Sie machen das Leben als Abstraktum, also das Leben "an sich" anschaulich, wobei der Schwerpunkt auf der natürlichen Ordnung, der Naturgesetzlichkeit des Lebens liegt. In Keppels Bild sind den Altersstufen Tiere zur Charakterisierung zugeordnet: Kinder spielen mit einem kleinen Hündchen, junge Frauen mit Kinderwagen und Kleinkind werden von Tauben als Zeichen für Unschuld, Keuschheit und Demut umgeben, zur Arbeit eilenden Männern sind Hühner als Zeichen des Fleißes beigefügt. Ganz oben sitzen alte Männer mit dem Attribut eines schlafenden Hundes, über einer Gruppe alter Frauen kreisen krähenähnliche Totenvögel. Die keramischen Supraportenreliefs über den Hauseingängen stellen die vier Jahreszeiten dar. Sie wurden von dem Wotruba-Schüler Alfred Kurz geschaffen. Die Wohnhausanlage wurde am 25. April 1970 nach Paul Richter (1877-1958) benannt. Eine Gedenktafel an der Seitenfront Grimmgasse erinnert an Paul Richter.

Start

U3-Station Neubaugasse (Aufgang Stiftgasse) (197 m)
Koordinaten:
DD
48.200150, 16.354524
GMS
48°12'00.5"N 16°21'16.3"E
UTM
33U 600648 5339433
w3w 
///pferden.teilzeit.aufsteigt
Auf Karte anzeigen

Ziel

Bahnhof Meidling

Wegbeschreibung

Stiftgasse | Lindengasse (Nr. 1A: ehemalig "Baume's Gasthaus"; hier konstituiert sich am 20.9.1895 die Leitung des neu gegründeten "Touristenvereins"; die Räumlichkeiten, die über einen eigenen Vortragssaal verfügen, dienen auch als erstes Vereinslokal) | Kirchengasse | Siebensternplatz | Durchgang Adlerhof | Burggasse (Nr. 67: ehemalig "Gold's Gastwirtschaft zum langen Keller"; regelmäßiger Treffpunkt der "touristischen Gruppe der Sozialdemokratie" vor ihrer offiziellen Gründung 1895) | Neubaugasse (Nr. 15: Sitz der NATURFREUNDE von 1919 bis 1926) | Durchgang Ahornergasse | Seidengasse | Emil-Maurer-Gürtelpark | Neubaugürtel (Nr. 15: Gaststätte "Horaksäle"; Vortragsabende der "naturwissenschaftlichen Sektion" der NATURFREUNDE; Kanzlei der NATURFREUNDE Wien; Abriss 2012) | Löhrgasse (Nr. 16: erstes Vereinslokal der NATURFREUNDE ab 17.12.1900; Nr. 26-28: Städtische Wohnhausanlage Karl-Marx-Straße 5 - ab 1925: Hütteldorfer Straße 3-5, erbaut 1925/26; Büro der NATURFREUNDE 1926 - 1931) | Märzpark | Roland-Rainer-Platz (Stadthalle Wien) | Vogelweidpark | Burjanplatz (Christkönigskirche der Neufünfhauser Pfarre Hildegard Burjan "Seipel-Dollfuß-Gedächtniskirche") | Kriemhildplatz | Guntherstraße | Friedensreich-Hundertwasser-Platz | Kleingartenverein "Zukunft auf der Schmelz" (Einkehr im Schutzhaus) | Universitätssportinstitut Auf der Schmelz | Possingergasse | Gartenstadt Auf der Schmelz (älteste städtische Gemeindesiedlung) | Mareschgasse | Rohrauerpark (1920 im Anschluss an die Wohnsiedlung Auf der Schmelz angelegt; 1925 nach dem Gründer der NATURFREUNDE benannt; Alois-Rohrauer-Bronzebüste von Eduard Busch) | Minciostraße | Mareschplatz | Oeverseestraße | Akkonplatz | Schanzstraße | Meiselmarkt | Alte Schieberkammer | Eduard-Sueß-Gasse | Wieningerplatz | Goldschlagstraße | Schweglerstraße | Sir-Karl-Popper-Schule | Schmelzbrücke | Sperrgasse | Viktoriagasse (Nr. 6: Sitz der NATURFREUNDE Österreich und der NATURFREUNDE Internationale) | Jurekgasse | Rustengasse | Dadlergasse (Nr. 1-9: Paul-Richter-Hof) | Dadlerpark | Oelweingasse | Reindorfgasse | Sparkassenplatz | Ullmannstraße | Ortnergasse | Diefenbachgasse (Nr. 36: ehemaliges NATURFREUNDE-Haus; 1930 erworbenes ehemaliges Bordell; von 21.3.1931 bis 14.2.1934 [Verbot] Sitz der NATURFREUNDE; während der austrofaschistischen Diktatur Sitz der vaterländischen "Bergfreunde"; 1945 [Restitution] bis Juni 2006 Sitz der NATURFREUNDE Wien; 1988 bis Dezember 2017 Sitz der NATURFREUNDE Internationale) | Wiental | Theresienbadgasse | Theresienbadpark | Rosasgasse | Ehrenfelsgasse | Tivoligasse | Schwenkgasse | Clemens-Hofbauer-Kirche am Gatterhölzl | Hohenbergstraße | Gartenstadt Am Tivoli | Stranitzkygasse | Hohenfelsplatz (Leopold-Happisch-Gedenkstein) | Schwenkgasse (Heckengast-Burian-Kaserne) | Hohenbergstraße (Meidlinger Kaserne) | Edelsinnstraße (Denkmal Unsterbliche Opfer 1934-1945) | Bahnhof Meidling

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

U3-Station Neubaugasse

Anfahrt

Wien ist mit öffentlichem Verkehr toll versorgt, kein Punkt in der Stadt der nicht fußläufig mit öffentlichem Verkehr erreichbar ist. Daher kann jede Tour auch vorzeitig ab- oder unterbrochen werden. NATURFREUNDE reisen mit dem öffentlichen Verkehr an! Plane deine Fahrt mit ÖBB Scotty.

Parken

Wien ist mit öffentlichem Verkehr toll versorgt, kein Punkt in der Stadt der nicht fußläufig mit öffentlichem Verkehr erreichbar ist. Daher: NATURFREUNDE reisen mit dem öffentlichen Verkehr an!

Koordinaten

DD
48.200150, 16.354524
GMS
48°12'00.5"N 16°21'16.3"E
UTM
33U 600648 5339433
w3w 
///pferden.teilzeit.aufsteigt
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Urban Hiking Wien bietet viele Vorteile: So finden sich auf den Routen zahlreiche Möglichkeiten der Einkehr oder des Einkaufs. So kann die erforderliche Ausrüstung auf das Notwendigste beschränkt bleiben: Du musst nur mitnehmen, was du wirklich brauchst. Wirst du müde oder überfällt dich plötzlich der Hunger, bietet sich ein jederzeit ein kurzer Zwischenstopp in einem der regionalen Lokale oder Einkaufsläden der Stadt an.

Fragen & Antworten

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Bewertungen

4,5
(2)
Herbert Wagner 
Langer, aber abwechslungsreicher Spaziergang durch Wiens Vororte.
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Gemacht am 16.06.2020
Rohrauerdenkmal im Rohrauerpark auf der Schmelz
Foto: Herbert Wagner, Naturfreunde Österreich
"Bautafel" in der Gartensiedlung auf der Schmelz (ältester Gemeindebau Wiens)
Foto: Herbert Wagner, Naturfreunde Österreich
Moldauer Kreuz in der Gartenstadt am Tivoli
Foto: Herbert Wagner, Naturfreunde Österreich
Franz Poltschek
17.06.2020 · Community
Eine sehr interessante Tour
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Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
13,6 km
Dauer
5:45 h
Aufstieg
89 hm
Abstieg
77 hm
Höchster Punkt
241 hm
Tiefster Punkt
182 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch Geheimtipp Von A nach B kinderwagengerecht

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